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Höhere Mietzuschüsse ab Januar 2018 beschlossen

Neue AV Wohnen ab 2018

Neue AV Wohnen ab Januar 2018

Auf seiner Sitzung am 07.11.2017 hat der Berliner Senat eine neue AV Wohnen beschlossen!

Hier unten eine Zusammenfassung der Änderungen!

Auch bieten wie euch folgendes als pdf zum Download an:

  • Die neue AV Wohnen
  • Die Anlagen 1 - 3a mit der Grundtabelle und der Härtefalltabelle
  • Eine Statistik der Senatsverwaltung für
    Integration, Arbeit und Soziales
  • Eine Synopse mit der Gegenüberstellung der Veränderungen

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Die neue AV-Wohnen enthält folgende wesentliche Änderungen:

 

1. Anhebung der Richtwerte auf Grundlage des Mietspiegels 2017 unter Einbeziehung der mittleren Wohnlagen und der Wohnungen unter 40 m²

2. Anwendbarkeit der AV Wohnen auch für leistungsberechtigte Personen nach dem AsylbLG

3. Erhöhung der angemessenen Wohnflächen um je 5 m² ab 3-Personen-Bedarfsgemeinschaften in Umsetzung der Rechtsprechung sowie Einführung eines Ausnahmetatbestandes für Alleinerziehende mit einem Kind in Form eines erhöhten Wohnflächenbedarfs (60 m² + 5 m²)

4. Anerkennung und Einführung einer Verwaltungskostenpauschale als Kosten für Unterkunft in Höhe von 20,00 Euro monatlich je Untermiet- bzw. Nutzungsvertrag in Trägerwohnungen bis Ende 2019 (diesbezügliche Evaluierung)

5. Dynamisierung von gedeckelten Mieten nach nicht-erforderlichem Umzug zur Verminderung einer Dauersanktionierung

6. Fortschreibung und Entfristung des Neuanmietungszuschlags in Höhe von bis zu 20 % über dem Bruttokaltmietrichtwert für Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohter Menschen

7. Fortschreibung sowie Ergänzung der bestehenden Härtefalltatbestände (um bis zu 10 % über dem Bruttokaltmietrichtwert) – um

a. Pflege naher Angehöriger bzw. eigener Pflegebedürftigkeit, Behinderung oder Erkrankung,

b. Absenkung der Wohndauer von 15 auf 10 Jahre,

c. Modernisierungszuschlag,

d. Unterbringung im Rahmen der Jugendhilfe beenden zu können sowie

e. bei Besuch einer besonderen Schulform

8. Einführung eines „Umzugsvermeidungszuschlags“ in Höhe von 10 % im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vor Einleitung eines etwaigen Kostensenkungsverfahrens

9. Möglichkeit der Verlängerung der 6-monatigen Kostensenkungsfrist (sog. Schonfrist) im Einzelfall bei Nachweis erfolgloser Wohnraumsuche

10. Verzicht auf kostensenkende Maßnahmen, sofern Gründe für eine Unzumutbarkeit oder Unmöglichkeit vorliegen (bspw. bei Pflege, schwerer Krankheit oder Behinderung von im Haushalt lebenden nahen Angehörigen)

11. erleichterte Erteilung einer Zusicherung zum Umzug für Familien mit Kindern bei Vorliegen von unzumutbar engen Wohnverhältnissen, auch wenn nicht jedem Kind ein eigener Wohnraum zur Verfügung steht

12. Erhöhung der Pauschalen für Umzugshelfer und Umzugshelferinnen und für das Renovierungsmaterial sowie Einführung einer Regelung, dass auch die Versicherung von Umzugshelfern und Umzugshelferinnen zu den übernahmefähigen Umzugskosten gehört.

13. Einführung diverser Beratungspflichten bei Vorliegen von Mietschulden, bei zu hohen Energiekosten sowie zur Inanspruchnahme des Mietzuschusses nach Wohnraumgesetz Berlin